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Das Schwierigste beim Bau einer Cloud ist nicht die Skalierung

Hinter einer einzelnen virtuellen Maschine stecken sieben Systeme, die zusammenspielen müssen. Diese Komplexität verschwindet nicht — man kann sie nur verschieben. Warum wir das Cockpit so bauen, wie wir es bauen.

Robin Mai · Geschäftsführer3 Min. Lesezeit

Das Schwierigste beim Bau einer Cloud? Nicht, sie skalierbar zu machen. Sondern sie trotz aller Komplexität einfach zu halten.

Sieben Systeme für einen einzigen Rechner

Hinter einer einzelnen virtuellen Maschine stecken Compute, Storage, Netzwerk, Firewalls, Identitäten, Monitoring und Abrechnung. Sieben Dinge, die zusammenspielen müssen, damit am Ende ein Rechner läuft, mit dem jemand arbeiten kann.

Jedes dieser Systeme hat eigene Begriffe, eigene Zustände und eigene Fehlerfälle. Ein Netzwerk-Port kann existieren, während die Maschine, zu der er gehört, längst gelöscht ist. Eine Firewall-Regel kann korrekt sein und trotzdem den Zugriff verhindern, weil eine zweite Regel eine Ebene tiefer greift. Ein Volume kann verfügbar sein, aber an der falschen Stelle hängen.

Wer eine Cloud betreibt, verbringt einen erheblichen Teil seiner Zeit damit, genau solche Zustände auseinanderzuhalten.

Komplexität verschwindet nicht — sie verschiebt sich

Diese Komplexität verschwindet nicht. Man kann sie nur verschieben. Entweder sie liegt bei uns, oder sie liegt jeden Tag beim Kunden.

Das ist die eigentliche Produktentscheidung hinter jeder Cloud-Oberfläche, und sie wird viel zu selten offen ausgesprochen. Eine Plattform, die jede Einstellung durchreicht, ist einfacher zu bauen. Sie ist mächtig, sie ist ehrlich in dem Sinne, dass sie nichts versteckt — und sie kostet jeden Kunden jeden Tag Zeit.

Wir haben uns für die andere Seite entschieden.

Drei Regeln für das Cockpit

Deshalb bauen wir das Brillianza Cockpit mit einem einfachen Anspruch:

  1. Eine neue Ressource soll sich anlegen lassen, ohne vorher ein Handbuch zu lesen.
  2. Kosten sollen verständlich sein, bevor die Rechnung kommt.
  3. Die wichtigsten Informationen sollen dort stehen, wo man sie braucht.

Das klingt banal. In der Umsetzung ist es das überhaupt nicht.

Jede dieser Regeln heißt, dass bei uns jemand länger nachdenkt, damit später jemand anderes weniger nachdenken muss. Und man sieht dem Ergebnis am Ende nie an, wie lange es gedauert hat.

Gute Bedienbarkeit sieht immer aus, als wäre sie einfach gewesen.

Was „Kosten verstehen, bevor die Rechnung kommt" bedeutet

Die zweite Regel ist die, die am meisten Arbeit macht.

Ein Preis pro Stunde ist schnell angezeigt. Schwieriger ist die Frage, die Kunden tatsächlich haben: Was kostet mich diese Konfiguration am Monatsende — mit Storage, mit Lizenz, mit allem?

Das heißt, die Abrechnungslogik muss schon beim Anlegen greifen, nicht erst im Rechnungslauf. Ändert jemand die Größe einer Maschine, muss sich der Preis daneben mitändern. Das ist technisch deutlich unangenehmer, als es aussieht — und es ist der Unterschied zwischen einer Cloud, deren Rechnung man nachvollzieht, und einer, über die man sich am Monatsende ärgert.

Wer durchrechnen möchte, wie sich das auf eine konkrete Umgebung auswirkt, kann das im Konfigurator tun.

Beherrschbar oder unsichtbar

Denn eine gute Cloud macht Komplexität beherrschbar.

Eine wirklich gute Cloud hält sie vom Kunden fern.

Das ist kein Gegensatz zu Kontrolle. Wer die volle Tiefe braucht, bekommt sie — über die API, über Kubernetes, über die Ebenen darunter. Die Standardaufgabe darf nur nicht die Tiefe voraussetzen. Eine virtuelle Maschine anzulegen ist eine Standardaufgabe.

Welche Funktion ist bei eurem heutigen Cloud-Anbieter unnötig kompliziert? Ich bin ernsthaft an Antworten interessiert — solche Beispiele landen bei uns direkt im Backlog. Der Kontakt steht offen.

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Über den Autor
Robin Mai
Geschäftsführer, Brillianza GmbH
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