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Niemand stellt Europas digitale Souveränität auf Knopfdruck wieder her

Es wird immer einen Grund geben, den vermeintlich leichten Weg zu gehen — Know-how, Kapital, äußere Umstände. Warum wir Brillianza trotzdem gegründet haben und was Unabhängigkeit im Alltag konkret bedeutet.

Robin Mai · Geschäftsführer2 Min. Lesezeit

Niemand wird die digitale Souveränität Europas auf Knopfdruck wiederherstellen. Aber jemand muss anfangen.

Das ist meine Arbeitshypothese. Und meine Mission.

Es wird immer einen Grund geben, es nicht zu tun

Es wird nicht einfach werden. Wir werden immer wieder vor Herausforderungen stehen, die aus unterschiedlichen Gründen unmöglich scheinen: Know-how, Kapital, äußere Umstände.

Es wird immer einen Grund geben, den vermeintlich leichten Weg zu gehen.

Der leichte Weg ist auch selten falsch. Er ist gut dokumentiert, schnell verfügbar und im Zweifel niemandem zu erklären. Genau das macht ihn so wirksam: Man entscheidet sich nicht bewusst gegen Unabhängigkeit. Man entscheidet sich hundertmal für Bequemlichkeit, und irgendwann ist die Unabhängigkeit weg.

Für mich ist das keine Option.

Deshalb Brillianza

Deswegen habe ich mit meinem Co-Founder Brillianza gegründet. Um Europa seine digitale Souveränität zurückzugeben.

Bit für Bit.

Das ist bewusst klein formuliert. Wir lösen das Thema nicht mit einer Ankündigung, sondern mit Infrastruktur, die es tatsächlich gibt: deutsche Hardware, eine in Deutschland entwickelte Plattform auf quelloffenem Fundament, Betrieb und Installation durch das eigene Team, Betrieb nach BSI-Standards. Alles davon ist überprüfbar. Nichts davon ist eine Absichtserklärung.

Was das im Detail heißt, steht auf der Seite Souveränität — und der ökonomische Teil im Konfigurator, weil Souveränität, die dreimal so teuer ist, keine ist.

Unabhängigkeit ist eine Kette von Entscheidungen

Souveränität entsteht nicht durch ein Projekt. Sie entsteht durch viele einzelne Entscheidungen, die alle in dieselbe Richtung zeigen:

  • Eine Komponente wählen, die sich später austauschen lässt — auch wenn die geschlossene Variante heute zwei Wochen schneller wäre.
  • Auf offene Standards setzen, statt auf die bequeme herstellereigene Schnittstelle.
  • Vertragspartner, Support und Betrieb im eigenen Rechtsraum halten.
  • Beim Anbieterwechsel nicht fragen, ob er theoretisch geht, sondern wie lange er dauern würde.

Warum das Fundament dabei mehr zählt als der Standort des Rechenzentrums, habe ich in diesem Beitrag ausführlicher aufgeschrieben.

Keine dieser Entscheidungen ist für sich genommen spektakulär. Zusammen sind sie der Unterschied.

Eine Frage an euch

Mich interessiert eure Perspektive: Welche bewusste Entscheidung hat euch oder eurem Unternehmen in den letzten Jahren ein Stück mehr Unabhängigkeit verschafft?

Schreibt mir — oder vereinbart einen Termin, wenn ihr gerade selbst vor so einer Entscheidung steht.

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Über den Autor
Robin Mai
Geschäftsführer, Brillianza GmbH
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